| Die Geschichte unserer Feuerwehr |
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31. Dezember 1875 – Erster Einsatz in Deutsch-Altenburg beim Haus Nr. 41 in der Badgasse. Die nächsten drei Jahre waren durch viele Brände im Ort gekennzeichnet, wodurch die Notwendigkeit einer Feuerwehr unter Beweis gestellt wurde: 18. März 1876 – in der Scheune des Bauernhauses Badgasse 5 brach ein Brand aus, der dieses Haus und die beiden Häuser Badgasse 7 und 9 zerstörte. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr blieb am 15.9.1876 ein Brand im Haus Nr. 148 (nahe der Lourdesgrotte) auf ein Zimmer beschränkt. Am 23.9.1876 brannten die Häuser Emil Hofmanngasse 15 und 17 nieder; am 8. Oktober die Scheune des Bauernhauses Wienerstraße 9. Am 13.2.1877 ging in der Nacht die Scheune des Carl Hollitzer, Wienerstrasse 11 in Flammen auf. Am 11. März 1878 brannte das Haus Badgasse 8; am 19. Juli die Scheune Emil Hofmanngasse 1. Diese Brandserie endete am 12.8.1878 mit dem Brand der Scheune des Zimmermeisters Johler, Badgasse 10. Den ersten Hochwassereinsatz gab es am 31. Juli 1878, als nach einem Wolkenbruch am Spitzerberg sich Stroh bei der Brücke am Hauptplatz verfing und der Sulzbach aus den Ufern trat, die Häuser in der Sulzgasse und Wienerstraße, nahe des Baches überschwemmte, wobei einige teilweise einstürzten. Menschen und Vieh wurden aus den überschwemmten Gebäuden gerettet. Im Herbst 1884 brach links vom Eingang im Schloss Ludwigstorff ein Brand aus, der die Hälfte des vorderen Traktes vernichtete. Das war der Anlass, von der Firma Knaust um 850 Gulden eine neue Saugspritze anzukaufen. 300 Gulden dazu kamen von Karl Hollitzer, der Rest aus einer Sammlung und von Anton Freiherr von Ludwigstorff. 1890 – Strohtristen des Carl Hollitzer im heutigen Bereich Korn-/Feldgasse brannten. Wegen des Flugfeuers und heftigem Südwind waren 9 Nachbarfeuerwehren zum Schutz der Häuser im Ort im Einsatz. Am 23.6.1891 brannte der Dachstuhl des Schlosses ab. Mängel in der Ausrüstung, die sich dabei gezeigt hatten wurden behoben; zwei Anstelleitern und Ausrüstungsgegenstände an der Spritze und am Schlauchkarren wurden gekauft. 1892 drohte der Dampfer „Vindobona“ nahe Deutsch-Altenburg in der Donau zu sinken. Bei der Bergung konnte die Feuerwehr erfolgreich Hilfe leisten. Am 27.7.1893 brannten sämtliche Wirtschaftsgebäude des herrschaftlichen Gasthauses, heute Stöckl, Hauptplatz 3, ab. Am 15.5.1901 führte eine Luftschiffabteilung mit dem Militärballon „Capti“ in der Nähe des Ortes eine Übung durch. Durch einen plötzlichen Gewittersturm bestand die Gefahr einer Vernichtung des Ballons, der von der Feuerwehr samt den Insassen gerettet wurde 27. Mai 1904 – Eröffnung des Museums Carnuntinum in der Badgasse durch Kaiser Franz Josef I.. Die Feuerwehren des Bezirkes waren dabei mit 432 Mann vertreten. Die FF Deutsch-Altenburg erhielt im Auftrag des Kaisers vom Bezirkshauptmann ein Dankschreiben. 26. Oktober 1907 – Erster Einsatz der Feuerwehr bei einem Autounfall auf der Kreuzung der Reichsstrasse mit der Strasse nach Prellenkirchen. Anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. wurde 1908 eine neue Landfahrspritze um 2.200 Kronen von der Fa. Knaust angekauft. 1911 wurde die Wasserleitung im Ort eröffnet; dabei wurden auch 19 Hydranten im Ortgebiet versetzt. 2. August 1915 – „Tristenplatz“ vernichtet. Dabei waren auch Frauen aus dem Ort neben den Feuerwehren der Umgebung (Petronell, Hainburg, K.u.K.Tabak-Fabrik Hainburg, Wildungsmauer und Hundsheim sowie die 2. Feldkompanie der Pioniere aus Hainburg) 11 Stunden lang mit Löscharbeiten beschäftigt. Bei der Bekämpfung eines Brandes in der Futterscheune des Gutes Ludwigstorff am 13.10.1920 zeigten sich – wieder einmal – Probleme mit der Ausrüstung, insbesondere fehlte Schlauchmaterial. Eine sofortige Ergänzung war aber wegen der Inflation nicht möglich. Am 23.6.1921 brannte am Bahnhof ein Waggon, der mit der FF Hainburg gelöscht wurde. 1927 – 1. Motorspritze von der Firma Rosenbauer um S 7.800,- angekauft. 1928/29 wurde der Sulzbach reguliert und dabei Stauanlagen zur Entnahme von Löschwasser eingebaut. Die Anschaffung neuer Geräte bewirkte, dass der Raum im Feuerwehrdepot in der Emil Hofmanngasse zu klein wurde; der Plan einer Erweiterung im Volksschulgarten wurde verworfen und am 27. Oktober 1937 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus in der Steinabrunngasse. 1939 erfolgte die Eingliederung der Feuerwehren in die Deutsche Feuerschutzpolizei. Nach der Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg wurde 1948 die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Deutsch-Altenburg wieder aufgenommen. 1950 konnte ein durch Blitzschlag in der Konditorei Riedmüller entstandener Dachstuhlbrand rasch gelöscht werden. Ebenfalls durch Blitzschlag geriet die Scheune des Matthias Mang in der Sulzgasse in Brand. Am 27. Mai 1952 wurde eine neue Tragkraftspritze R 75 samt Anhänger von der Firma Rosenbauer angekauft. Am 29.4.1953 entstand wieder durch Blitzschlag im Haus Simon Wagner, Hainburgerstrasse 3 ein Dachstuhlbrand. Mit Unterstützung durch die beiden Betriebsfeuerwehren (Hollitzer Baustoffwerke und Strombauleitung) konnte ein Übergreifen auf das Haus Pendl verhindert werden. 1954 – Hochwassereinsatz vom 12 bis 20. Juli. Einige Häuser in der Pfarrer Maurer- und Badgasse mussten Evakuiert werden. Die Feuerwehr leistete dabei 1085 Einsatzstunden. 1957 wurden zwei Rettungsfahrzeuge von der Gemeinde Wien angekauft und zu Mannschaftstransportfahrzeugen umgebaut. 1959 wurde von der Feuerwehr der Tabakfabrik Hainburg eine Tragkraftspritze mit Anhänger angekauft. Am 11.8.1961 wurde erfolgreich zusammen mit der Betriebsfeuerwehr Hollitzer ein Brand im Stallgebäude Wienerstrasse 3 gelöscht. 21. Jänner 1964 – Brand im Speisesaal des Kurhauses Ludwigstorff. Die Löscharbeiten wurden durch die Kälte (-15° C) sehr erschwert. 1965 – Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges 2000 von der Firma Rosenbauer. In diesem Jahr gab es ein großes Hochwasser durch die Leitha. Das Haydn-Museum in Rohrau wurde in das Museum nach Bad Deutsch-Altenburg evakuiert; der Schutzdamm in Hollern verstärkt und erhöht. Im Sommer war die Feuerwehr bei Dammsicherungsarbeiten zwischen Wolfsthal und der Staatsgrenze im Einsatz. 1968 – Ankauf einer Tragkraftspritze VW-Automatik, ebenfalls von der Firma Rosenbauer. Die alte Tragkraftspritze 75 mit Anhänger wurde an die FF Hollern verkauft. 1969 – Einbau des 1. Funkgerätes in das Tanklöschfahrzeug. 22.1.1969 – Brand in der Tischlerei Hofmeister, Erhardgasse 12. Das Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus, das Holzlager und die Nachbargebäude wurde zusammen mit der Betriebsfeuerwehr Hollitzer und einem Tanklöschfahrzeug der FF Hainburg/D. verhindert. 20.4.1970 – Tragseil der Donaurollfähre gerissen, die abgetrieben wurde und sank. Ein Toter. Handfunkgerät angekauft. Der Betrieb der ÖBB mit Dampflokomotiven auf der Strecke von Bad Deutsch-Altenburg nach Bruck an der Leitha verursachte in den Sommermonaten der frühen 70iger Jahre all-jährlich zahlreiche Feldbrände. 1971 etwa 12. 1971–1973 – 1. Zubau zum Gerätehaus (Garage für das Tanklöschfahrzeug, Mannschaftsraum und Sanitäranlagen, kleines Museum im Dachgeschoss). 1972 – Gebrauchtes Kommandofahrzeug VW mit Funkgerät angekauft. 26.-29.6.1975 – Feier zum 100jährigen Bestand im Kurpark mit Festzelt, Ausstellungen, Leistungsschau des Bundesheeres, Leistungsbewerb und Feuerwerk. Ankauf eines Kleinrüstfahrzeuges, Ford Transit. 1976 – Ankauf eines VW-Busses als Ersatz für den einen, noch im Einsatz stehenden Opel-Blitz, als Mannschaftstransportfahrzeug. Am 25.3.1977 trat bei der Hoftankstelle des Landwirtes Walter in der Sulzgasse eine unbestimmte Menge Dieseltreibstoff aus. Die Feuerwehr errichtete Ölsperren im Sulzbach und band das Dieselöl mit Bindemitteln. Am 27.4.1977 wurde in der Hundsheimerstrasse ein Kanalräumfahrzeug geborgen. 1977 wurde auch eine 2. Sirene am Dach der Turnhalle, Dörrweg 2 montiert. 1977 – Gründung einer Gruppe der Feuerwehrjugend. Diese Bestand bis zum Jahr 1987. 1978 wurde das alte Kommandofahrzeug außer Dienst gestellt und das bisherige Mannschaftstransportfahrzeug zu einem Kommandofahrzeug umgebaut. Gegen Jahresende wurde von der Gemeinde der Feuerwehr ein neuer VW-Bus als Mannschaftstransportfahrzeug gekauft. Am 16.1.1980 erfolgte eine Hilfeleistung mit dem Bergegerät des Kleinrüstfahrzeuges in Wilfleinsdorf bei einem verunfallten LKW des Bundesheeres. Am 17.3.1980 wurde im Werk EUMIG ein Brand bei Materiallagerungen vor dem Keller zusammen mit den beiden Feuerwehren aus Hainburg/D. gelöscht. Auch am 1.8. wurden diese beiden Feuerwehren zur Bekämpfung eines großen Feldbrandes zu Hilfe gerufen. Vom 18. bis 26.9.1980 beteiligte sich auch unsere Feuerwehr bei Auspumparbeiten eines gegenüber Hainburg/D. auf Grund gelaufenen Schiffes. Die Zunahme der Einsätze bei Verkehrsunfällen erforderte 1981 den Ankauf eines Abschleppgerätes und eines zweiten Stromerzeugers. 1983 wurde nach dem Absturz einer Kunstflugmaschine am Flugfeld der Bundessportschule Spitzerberg der tote Pilot aus dem Flugzeug befreit und der Bestattung übergeben. 1983 wurden auch das Kurhaus, das Kaiserbad, die Volksschule und die Strombauleitung an eine Sirenenauslösungsanlage angeschlossen. 1984 wurden zur „stillen“ Alarmierung 8 Postpager angekauft, die wöchentlich getauscht wurden. 1984 – zweiter Zubau zum Gerätehaus. Garage für 2 Fahrzeuge; heute Aufenthalts- und Schulungsraum. 1986 wurde eine Funk-Fixstation im Feuerwehrhaus installiert. 1987 – Verkauf der beiden VW-Busse und Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges VW LT35 von der Firma Lohr. Im Frühjahr musste im Donauarm eine vermisste Person gesucht werden, die dann nach 3 Tagen nur mehr tot geborgen werden konnte. 1988 – Autobusunfall in der Hainburgerstraße. Dieser fuhr wegen der Straßenglätte bei der Einfahrt in die „Hahn-Villa“ an die Gartenmauer. Der Lenker musste mit Bergegeräten befreit werden. 1990 – Internationales Feuerwehrfest mit Oldtimerkorso. 3. bis 7. August 1991 – Hochwassereinsatz im Ort, 1158 Einsatzstunden. Die Sicherungs- und Pumparbeiten betrafen das Kurhaus und einige Häuser in der Badgasse. 7. August 1991– Einsatz beim Dammbruch in Hollern. Im Herbst 1991 ereignete sich in den Morgenstunden auf der B 9 ein Verkehrsunfall in der Nähe der „Ledex-Halle“ mit 4 PKW´s und einem LKW. Zwei PKW´s gerieten in Brand; zusammen mit der FF Hainburg/Donau wurden die Brände gelöscht und die Aufräumarbeiten durchgeführt 1992 – Gebrauchtes Rüstfahrzeug ÖAF von der FF Schwechat angekauft. Das bisherige Kleinrüstfahrzeug (Ford-Transit) wurde zu einem Kommandofahrzeug umgebaut. Im Winter 1993 brach im Küchenlager des Kaiserbades ein Kabelbrand aus, der Rauch verteilte sich in großen Teilen des Gebäudes. Ein Frontalzusammenstoß zweier PKW´s auf der B 9, im Einschnitt bei der Fa. Dürnsteiner, im Frühjahr 1993 hatte eine Tote und einen Schwerverletzten zur Folge. 1993 – Gebrauchte Drehleiter, Magirus, von der Stadt Sößt in Deutschland angekauft. Im Herbst wurden drei Disziplinarverfahren vom Kommando durchgeführt, die in einem Fall mit einer Verwarnung endeten; die beiden anderen wurden nicht abgeschlossen. Am Ende der Mitgliederversammlung am 6.1.1994 trat das Kommando geschlossen zurück. Nach der Neuordnung der Feuerwehr begann 1994 der Zu- und Umbau des Gerätehauses. Abstellraum, neue Sanitäranlagen, Vergrößerung der Fahrzeughalle und Hebung der Decke des 1937 erbauten Teiles. Im Frühjahr wurden nach einem Unwetter zahlreiche Auspumparbeiten durchgeführt und die Fahrbahn der B 9 nach einer Hangrutschung unter mithilfe des Gemeindebaggers wieder frei gemacht. 1995 – Indienststellung des Tanklöschfahrzeuges 4000 mit Aluaufbau der Firma Rosenbauer. Als Ersatz für den nach einem Kabelbrand nicht mehr fahrbereiten Ford-Transit wurde ein gebrauchter VW-Pritschenwagen mit Doppelkabine angekauft. 1996 – Neugründung der Feuerwehrjugend bei der FF Bad Deutsch-Altenburg. Aufnahme der ersten Frauen als aktive Mitglieder. 17. März 1997 – Brand des Stadels Wertanek in der Roseggergasse. Neben Bad Deutsch-Altenburg waren dabei die FF Hainburg a.d.Donau, Petronell-Carnuntum und Austria Tabak Werke Hainburg im Einsatz. 1.10.1997 – Brand im Freilager der Firma Dürnsteiner. Löschwasserleitungen mussten vom Hydrant neben der Ledex-Halle gelegt werden. Brandwache wurde bis Mittag des nächsten Tages gehalten. Neben der FF Bad Deutsch-Altenburg waren die Feuerwehren Hainburg/D., Tabakwerke Hainburg, Petronell-Carnuntum, Hundsheim und Prellenkirchen im Einsatz. Das Donauhochwasser erforderte in diesem Jahr wieder Sicherungsarbeiten im Kurhaus und bei Häusern in der Badgasse. Im Spätwinter 1998 wurde unsere Feuerwehr mit der Drehleiter zur Bekämpfung eines Brandes in der ehemaligen Zuckerfabrik Bruck an der Leitha gerufen. 6.1.1999 – Bergung einer im PKW eingeklemmten Frau in der Nähe des Flugplatzes Spitzerberg zusammen mit der FF Prellenkirchen. 17.12.1999 – Neuerliche Bergung einer eingeklemmten Person auf der Straße nach Prellenkirchen. Diese beiden Einsätze veranlassten unsere Feuerwehr, einen hydraulischen Stempel anzukaufen. Bei einer Übung im Sommer 1999 wurde die Tragkraftspritze VW-Automatik defekt. Eine neue Tragkraftspritze „FOX“ wurde von der Firma Rosenbauer angekauft. 2003 – Ankauf eines Versorgungsfahrzeuges Peugeot mit Plane und Ladebordwand beim Lagerhaus Prellenkirchen. Indienststellung am Juni im Rahmen des Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbes am Sportplatz. 2009 - Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges Mercedes Sprinter 315 CDI bei der Firma Rosenbauer. Indienststellung 20.02.2009, Fahrzeugsegnung im Rahmen des Feuerwehrfestes. |
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