B2 Brand im Freien 03.10.2025

🔥 „Anfahrt auf Sicht“ 🔥

Um 06:05 Uhr wurden wir heute zu einem „B2 Brand im Freien“ zum Spitzerberg nach Hundsheim alarmiert. Bereits wenige Minuten später ist unser HLF3 ausgerückt und konnte schon auf der Anfahrt feststellen, dass es sich um eine andere Einsatzadresse handelt.

Beim gleichzeitigen Eintreffen mit der FF Hundsheim an der Einsatzstelle in unserem Einsatzgebiet haben sich ein mehrere Meter hoher Holzstapel sowie Hackschnitzel in Brand befunden.

Durch den Einsatzleiter wurden daraufhin umgehend die Feuerwehren Petronell, Prellenkirchen und Hainburg nachalarmiert und die beiden vorhandenen Löschfahrzeuge positioniert. Nach einer weiteren Lageerkundung wurde mit den Löscharbeiten begonnen.

Da eine Löschwasserversorgung per Hydranten auf dem abgelegenen Gelände nicht möglich war, wurde rasch ein Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen eingerichtet.

Erste Priorität war, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Dazu wurden die Hackschnitzel unter anderem durch einen privat hinzugezogenen Radlader verteilt und das angrenzende Feld geschützt.

In Abstimmung mit dem Bezirksfeuerwehrkommandanten wurde der Wechsellader Bruck/L. mit einem 8.000l-Fass und das Flughafenlöschfahrzeug der Feuerwehr Flughafen Wien nachalarmiert.

Eine weitere Versorgung mit Löschwasser konnte über ein nahe gelegenes Löschwasserbecken sichergestellt werden. Dafür wurden weitere Tragkraftspritzen benötigt, weshalb die Feuerwehren Schönabrunn und Deutsch Haslau nachalarmiert wurden. Ebenfalls eingesetzt wurden hierfür zwei Unterwasserpumpen.
Über die Gemeinde Bad Deutsch-Altenburg konnte die Versorgung der Mannschaft mit Verpflegung in der Anfangsphase sichergestellt werden.

Durch die gesetzten Maßnahmen und Löschangriffe von zwei Seiten waren zwar rasch Erfolge zu erkennen, um an die tiefergelegenen Brandstellen zu gelangen mussten die Holzstämme jedoch weiter verteilt werden. Dazu wurden ein LKW mit einem Greifer sowie zwei weitere Radlader externer Firmen hinzugezogen.

Während der Holzstapel verteilt wurde, mussten die eingesetzten Strahlrohre und Wasserwerfer laufend neu positioniert werden. Das hat sich insbesondere auf Grund der instabilen Wasserversorgung als Herausforderung dargestellt und die Lage musste laufend neu evaluiert werden. Auch die an den Strahlrohren eingesetzte Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt teilweise bereits seit Stunden im Einsatz stand, musste laufend durchgetauscht werden.

Durch den Einsatzleiter wurde entschieden, die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte einzuteilen, um die Kommunikation zur vereinfachen. Zur Koordination und als Anlaufstelle wurde mittels KDO Bad Deutsch-Altenburg eine Einsatzleitung aufgebaut.

Kontinuierlich konnte die eingesetzte Mannschaft reduziert werden, endgültiges Brand-Aus war rund 8 Stunden nach der Alarmierung um 14 Uhr.

Wir waren noch den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, unsere Geräte und Uniformen von den enormen Verschmutzungen durch Schlamm und Rauch zu reinigen.

Im Einsatz standen rund 60 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, private Unternehmen, die Polizei Hainburg und Regelsbrunn sowie das Rote Kreuz Hainburg.

Vielen Dank an alle eingesetzten Kräfte für die Unterstützung!